Milde Habanero – die NuMex Suave Orange

numex003  Heute möchte ich mal speziell eine Sorte vorstellen, die es mir diese Saison besonders angetan hat: die NuMex Suave Orange.

Warum stelle ich nun genau diese Chili vor? Nachdem ich im letzten Jahr sehr viel Gefallen am Aroma der Chinense-Sorten gefunden habe, aber an ein Verspeisen von mehr als einer Frucht angesichts der doch heftigen Schärfe nicht zu denken war, war ich für die aktuelle Saison auf der Suche nach einer milderen Habanero-Variante. Und bin mit der NuMex Suave Orange fündig geworden. Vorab zum Test ein paar Fakten:

Fakten

Die NuMex Suave ist eine Neuzüchtung des Chile Pepper Institut der New Mexico State University  und trägt zwar das Aroma einer Habanero, nicht jedoch ihre Schärfe. Hier wurden die Gene für “Nicht-Schärfe” anderer milder Sorten hinzugefügt. Sie gehört damit zur Art Capsicum chinense, der auch Habaneros angehören. Die Pflanze kann ungefähr 1,30 m gross werden.  Die Blätter sind chinense-typisch strukturiert und etwa 16 x 10 cm groß. Der Name leitet sich aus dem Spanischen ab, “suave” heißt hier “mild”.

Es gibt sie in den Sorten NuMex Suave Red und NuMex Suave Orange. Bei der roten Variante konnten 500 Scoville-Einheiten gemessen werden, bei der orangen waren es 835 Einheiten. Dies entspricht auf der Brenn-o-meter-Skala einem Schärfegrad von 1 bis maximal 2 – dagegen  liegen  Habaneros grundsätzlich mit einem Schärfegrad von 10 an der Spitze der Skala, schärfer ist nur die asiatische Bhut Jolokia mit einem Schärfegrad von 10+.  numexsuave001

Test

Beim ersten Aufschneiden kommt einem schon das typische Habbi-Aroma entgegen. Mal ein Stück roh gekostet, weil ich nicht glauben konnte, dass nicht die ebenso typische Schärfe durchschlägt. Nein, sie ist komplett  mild. Allerdings konnte mich der Geschmack im rohen Zustand nicht überzeugen.
Daher habe ich die Früchte mit Käse gefüllt, mit Olivenöl bestrichen und im Backofen schmoren lassen bis der Käse geschmolzen war. Und was soll ich sagen, das war ein Geschmackserlebenis sondergleichen! Von derart zubereiteten “richtigen” Habaneros konnte ich nicht mehr als eine hintereinander essen, weil mir persönlich z. B. hinterher der Magen Probleme bereitet.

Die Numex Suave Orange dagegen schmeckt wirklich genauso gut und man kann ohne Bedenken fünf oder mehr davon verspeisen. Und man braucht bei der Zubereitung nicht mal Handschuhe!  Teilweise hält sich die Ansicht, Habaneros ohne Schärfe seien wie Whisky ohne Alkohol – mir persönlich kommt es aber auf den Geschmack an. Und wenn es eines Tages einen alkoholfreien Whisky gibt, der genauso schmeckt, sage ich nicht nein.

Für alle die, die auch mal eine harmlosere Habbi genießen wollen, sei die NuMex Suave Orange wärmstens zu empfehlen. Sie sieht gut aus, riecht gut, schmeckt gut und tut nicht weh – weder im Mund, Magen noch an Händen.

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Sunday, August 14th, 2011 Chiliverarbeitung, Chilizucht 2 Comments

Die ersten reifen Früchte

limon

Lange ist er her – der letzte Post.

Nachdem mein DSL-Modem mir erfolgreich den Dienst versagte und mein Internet-Provider das Ersatz-Modem immerhin zweimal zwar an die aktuelle Straße, aber an die alte Postleitzahl schickte, dachte ich Ende Juni, ich könnte nun endlich mal wieder ein Update verfassen und neue Bilder hochladen.

Es kam wie immer anders als geplant. Ich war gerade dabei, die Bilder zu bearbeiten und internettauglich zu formatieren, als mein Notebook nicht mehr weiterlief und sich auch nicht mehr starten lies. Weitere drei Wochen vergingen, bis ich nun endlich mein repariertes Notebook wieder in den Händen halte und auch die Internetverbindung wieder funktioniert.

Indes hat sich meine Chilizucht zu voller Pracht und Blüte entwickelt und auch die ersten Früchte konnte ich bereits ernten bzw. reifen aktuell ab. Allen voran die massig tragende Limón vom Berliner Pflanzentauschtreff. Inzwischen konnte ich schon 45 kleine zitronengelbe, aromatische Früchte ernten, die teilweise bereits Bestandteil einer Hot Sauce aus hauptsächlich Aprikosen geworden sind. Den Rest werde ich trocknen und zu Limón-Pulver verarbeiten.

Um dem langen Zeitraum zwischen dem letzten und diesem Post Rechnung zu tragen und die Entwicklung trotzdem noch nachvollziehbar zu machen, sind hier zunächst die Bilder von Ende Mai und dann die aktuellen eingestellt.

Chilizucht Ende Mai 2011

Für vergrößerte Ansicht die Bilder anklicken!

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1 Habanero Black, 2 Gorria, 3 Rocoto Riese, 4 Pimenta da Neyde, 5 Fatalii White, 6 Bode Roxa, 7  7Pot Yellow Orange, 8 Golden Treasure, 9 Chile de Padron

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Chilizucht Mitte Juli 2011

1 Habanero Black 1, 2 Habanero Black 2, 3 Chupetinha, 4 Habanero Yellow – wohl doch eher orange, 5 Gorria, 6 Golden Treasure, 7 Goronong, 8 Chile de Padron, 9 Piment de Piquillo – gar nicht mal so klein, 10 Nocturne, 11 Chupetinha, 12 Bode Roxa – die Schöne, 13 Jalapeño Grande, 14 Bhut Jolokia, 15 Habanero Mustard, 16 Limon, 17 Fatalii White, 18 Tazmanian Red, 19 Teil der Zucht Mitte Juli 2011

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Monday, July 18th, 2011 Chilizucht No Comments

1. Berliner Pflanzentauschtreffen

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Am Samstag, den 14.05.2011 fand zum ersten Mal ein Pflanzentausch- und Grilltreffen der im Hot-Pain-Forum aktiven Berliner statt. In Hamburg sind diese Treffen inzwischen schon zur festen Institution gereift. Da wollten wir Hauptstädtler natürlich nicht länger zurückstecken.

Für dieses Event bot sich der ehemalige Flughafen Tempelhof als Location geradezu an. Da sich die Berliner bislang nur über das Forum kannten und erstmal “Beschnuppern” wollten, musste niemandem zugemutet werden, die unbekannte Meute in seine Wohnung oder Garten zu lassen, um hinterher mit dem Chaos allein zu bleiben. Zudem liegt der Flughafen weitestgehend zentral, ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar und bietet ferner jede Menge Platz.

Die ersten Teilnehmer waren schon um halb elf Uhr morgens auf dem Feld. Gegen Mittag füllte sich die Gruppe mit weiteren aufgeschlossenen, humorvollen und gut gelaunten Chili-Liebhabern. Der Grill wurde angeheizt und die Verkostung der oftmals selbstgemachten Chiliprodukte angestoßen, bei der dem einen oder der anderen ab und an mal die Luft wegblieb. Für Milchprodukte zum Löschen des Feuers hatten aber alle vorgesorgt.

Insgesamt waren wir wohl zum Höhepunkt etwa 15 bis 20 Leute aus Berlin und dem weiteren Berliner Umland. Fast alle hatten eine sehr ansehnliche Auswahl an Pflanzen zum Tauschen und Abgeben dabei, so dass rund um unser Lager ein ordentlicher Chili-Wald aufgebaut war. Der musste allerdings gut geschützt werden, da über das Flughafenfeld ein gehöriger Wind wehte.

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Gegen 16 Uhr begann dann die erste Aufbruchsstimmung und die, die schon als Erste dagewesen waren, waren denn auch die Letzten.

Alles in allem war es es wunderbares Auftakttreffen für hoffentlich viele weitere Berliner Chilitreffen. Es war schön, einmal die Gesichter hinter den zahlreichen Foreneinträgen zu sehen, die Zuchterfolge zu vergleichen, zu fachsimpeln, zu essen und am Ende des Tages mit einer ansehnlichen Anzahl an Tauschpflänzchen wieder von dannen zu ziehen.

Erbeutet habe ich u. a. folgende Sorten: Bode Roxa, Tepin, Habanero Cappuccino, Habanero Peach Bullet, Limón, Rocoto Riese, NuMex Suave Orange, Bolivian Bumpy und drei verschiedene Minze-Sorten.

Für den Herbst ist ein Erntedank-Treff angedacht. Ein Datum gibt es noch nicht. Näheres wird aber demnächst an bekannter Stelle im Hot-Pain-Forum zu finden sein.

Vielen Dank noch einmal an alle für den gelungenen Tag!

Mehr Fotos vom Treffen gibt es hier!

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Tuesday, May 17th, 2011 Chilizucht 1 Comment

Ein Zwischenfazit: Verschlimmbesserung durch Überdüngung

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Das Jahr 2010 war meine erste Saison, was den Anbau von Chilis betrifft. Von daher gab und gibt es noch eine Menge zu lernen und zu verbessern. Und so ist das regelmäßige Lesen von Berichten und Hinweisen erfahrener Chili-Bauern quasi Pflicht. Im Hot-Pain-Forum und vielen anderen Seiten findet man viele nützliche Informationen, Tipps und Hilfe, die die Zucht erleichtern und voran treiben. Während meiner Saison 2010 habe ich diese Informationen wie ein Schwamm aufgesaugt – alles mit dem Ziel, es in der nächsten Saison alles besser zu machen.

Zur geplanten Verbesserung zählten u. a.

  • früher mit der Zucht zu beginnen, damit noch alle Früchte genug Zeit haben, vor dem ersten Frost abzureifen
  • mehr unterschiedliche Sorten bezüglich Schärfe, Herkunft, Farbe und Form heranzuziehen, um die geschmacklichen und optischen Favoriten herauszufinden
  • Dünger für die Langzeitwirkung direkt in die Erde mit hinein zu mischen, statt nur Flüssigdünger zu verwenden

Der frühe Beginn Anfang Januar funktionierte zunächst auch recht gut. Die Keimraten konnten sich sehen lassen und die Jungpflänzchen erhielten ihr Licht von einer selbst erstellten LED-Konstruktion. Allerdings hatte ich nicht bedacht, dass bei einer Innentemperatur von durchschnittlich 16 Grad deutlich weniger gegossen werden muss als im Hochsommer bei ganztägigem Sonnenschein. Zwar standen die Pflänzchen nicht im Wasser, aber Trauermücken aus meinem Weihnachtsstern entdeckten bald das feuchte Milieu für sich und ihren Nachwuchs. Das raffte trotz Umtopfen einen Großteil meiner Jungpflanzen dahin.

Die Pflanzen, die diese Katastrophe überlebt hatten, gediehen recht ansehnlich und zeigten Mitte März die ersten Blütenansätze. Beim Umtopfen in größere Keramiktöpfe mischte ich einen guten Schuss Beerendünger mit hinein. Und zwar offensichtlich einen zu guten Schuss, wie ich später leidvoll mitbekommen musste.

Meine prachtvollsten Pflanzen ließen auf einmal komplett die Blätter hängen. Teilweise wurden die Blätter gelb. Weder trocken halten noch gießen half. Nach und nach schmissen sie alle Blätter ab, bis nur noch ein trauriger Stengel da stand, der von oben braun eintrocknete. Erst viel zu spät habe ich begriffen, dass durch die großzügige Menge an Dünger die Wurzeln verbrannt sind. Und dass, obwohl ich bereits viel davon gelesen hatte! Auf die Idee kam ich, als ich mir meine Keramiktöpfe näher betrachtete und außen weiße Verkrustungen feststellte.

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Die Pflanzen, die noch nicht komplett eingegangen waren, habe ich in komplett neue, ungedüngte Erde umgetopft. Die betroffene Fatalii White hat sich inzwischen erhalt. Die komplett kahle Sweet chocolate kämpft dagegen noch. Von ihr ist nur noch ein Stengel vorhanden, der aber bereits neue Blattansätze zeigt.

Mein Fazit daher: Wenn Langzeitdünger, dann nur eine sehr geringe Menge verwenden. Ansonsten kann ich den flüssigen Tomatendünger zum gießen empfehlen. Dieser hat bislang bei Anwendung nach Packungsinformation keine Schäden an meinen Pflanzen hervorgerufen.

Was den frühzeitigen Beginn betrifft, habe ich festgestellt, dass Pflanzen, die ich erst Ende Februar nachgesät hatte, bereits genauso, wenn nicht sogar größer als solche sind, die schon im Januar zum Keimen gebracht wurden. Ggf. werde ich diese Beobachtung zum Anlass nehmen, im nächsten Jahr Anfang Februar und damit einen Monat später als 2011 mit der Aussaat zu beginnen. Möglicherweise ist aber auch die Beleuchtung mit der jetzigen LED-Konstruktion noch nicht ganz ausgereift. Das werde ich im nächsten Jahr auf jeden Fall untersuchen.

 

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Saturday, May 14th, 2011 Chilizucht No Comments

Einzug ins Gewächshaus und Zuwachs

gewaechshaus001 Angesichts des seit einigen Tagen anhaltenden hochsommerlichen Wetters durften die Pflänzchen schon vor zwei Wochen nach draußen ziehen. Allerdings vorerst ins Gewächshaus, da die Temperatur in einigen Nächten doch teilweise noch bis 4 oder 5 ° fiel. Im Herbst habe ich die Chilis zwar auch bei den Temperaturen im Freien stehen gelassen, jedoch möchte ich es nicht riskieren, die noch teils jungen und kleinen Pflänzchen dadurch auf einen Schlag zu verlieren. Der Schock mit den Trauermücken hat für diese Saison als Katastrophe gereicht. Bei Tagestemperaturen über 20 ° C und ständigem Sonnenschein muss man natürlich darauf achten, dass es im Gewächshaus nicht zu heiß wird. Daher steht die Tür tagsüber immer offen und wird erst bei den letzten Sonnenstrahlen geschlossen, um noch ein wenig Restwärme für die Nacht zu speichern.

gewaechshaus002 gewaechshaus003

Neben meinen Eigenzuchten habe ich auch diesjahr wieder ein wenig hinzu gekauft. Zum einen vom Online-Shop Pepperking, zum anderen im einschlägigen Baumarkt mit O und drei Buchstaben. Die Lieferung von Pepperking kam wie immer vorbildlich verpackt an. Allen bestellten Pflänzchen ging und geht es gut und es gab sogar als Überraschung noch eine nicht bestellte Chupetinho gratis dazu, ebenso ein Probierstückchen Chili-Mettwurst. Bestellte Pflänzchen: Habanero Yellow, Habanero White Bullet, Bhut Jolokia, Piementa da Neyde, NuMex Suave Orange, Goronong, Limón und eine Habanero Mustard.

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Im Baumarkt wurden unter dem Titel “Drachenfutter” folgende Sorten angeboten: Tabasco, Padron, Jalapeño “Summer Heat”, Jalapeñoo”Jalastar F1″ und Habanero.  Von jeder Sorte ist eine in den Einkaufskorb gewandert, außer der Tabasco, die leider nicht mehr verfügbar war.

In diesem Sinne wünsche ich zudem ein Frohes Osterfest!

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Sunday, April 24th, 2011 Chilizucht No Comments

Chilizucht 2011 – Eine erste Bilanz

zucht04032011  Die Trauermückenplage scheint größtenteils überstanden. Angesichts dessen sowie der bereits vorangeschrittenen Zucht wird es nun allmählich Zeit, eine erste Bilanz über die Entwicklung der Privatplantage zu ziehen. Der Blick gilt dabei vor allem der aktuellen Keimrate, der Anzahl an Pflanzen je Sorte und insgesamt sowie der Verluste, die sich hauptsächlich durch das zu großzügige Bewässern und die darauf folgende Trauermückenplage eingestellt haben.

fataliiwhite003 Einige Sorten haben bislang alles sehr gut weggesteckt, dazu gehört vor allem die Rarität Fatalii white. Beide gezogenen Pflanzen erfreuen sich eines prächtigen Wuchses. Da am 14.05.2011 ein Treffen der Berliner und Brandenburger Chiliheads im Flughafen Tempelhof stattfindet und großes Interesse bekundet wurde, habe ich vor einer Woche noch einmal eine Charge Samen der Fatalii white unter die Erde gebracht. Auch die Piment de Piquillo (Saatgut aus dem Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben) zeigen einen prächtigen Wuchs.

Andere Sorten wie die Jalapeño Conchos haben aus der Not eine Tugend gemacht und zeigen nach dem argen Blattverlust interesante Verzweigungen, die an den Blattbruchstellen herauswachsen. Einige Pflänzchen, bei denen nur noch der Hauptstengel mit den Keimblättern steht, treiben direkt von unten neu aus.

verzweigung Totalverluste gab es leider bei folgenden Sorten: Jalapeño, Cueño (nur eine Pflanze gezogen) und Scarlet Lantern Peru. Letztere habe ich noch einmal erfolgreich nachgezogen. Kleiner Kirschpaprika, Malaysia Long Red und Pasilla ringen noch ums Überleben, die Hoffnung habe ich hier aber noch nicht aufgegeben. Bei der Sorte Black Habanero ist die Keimquote sehr gering, der erste Keimling hat erst gestern das Licht der Welt erblickt.

Die Sorten Jamaican Hot Chocolate, CGN 22207, Habanero Brown, Brown Egg und Aji Dulce Amarillo habe ich erst am 03.03.2011 eingesetzt. Bis auf letztere habe ich diese noch nachgesetzt, da ich gern einen direkten Vergleich aller für mich interessanter brauner Sorten bezogen auf Geschmack, Schärfe, Größe, Optik und Anspruch anstellen möchte.

Derzeit beläuft sich die Gesamtanzahl der Pflänzchen auf 71 Stück.

lfd. Nr.SortegepflanztAnzahlgekeimtAbgangKeimrate
17-pot orange yellow423175%
2Black Habanero711014%
3Brazilian Starfish2220100%
4Cabai Chili Tree433075%
5CGN215002220100%
6Citron211050%
7Cueño201150%
8Fatalii white2220100%
9Golden Treasure3330100%
10Gorria922022%
11Habanero2220100%
12Habanero chocolate2220100%
13Jalapeño2022100%
14Jalapeño Conchos3231100%
15Jalapeño Grande2121100%
16Jalapeño TAM2121100%
17Kleiner Kirschpaprika433075%
18Lemon drop1110100%
19Malaysia Long Red211050%
20Maules Red Hot2121100%
21Nocturne2220100%
22Orange Lantern5550100%
23Pasilla3231100%
24Piementa de Neyde4341100%
25Piment de Piquillo2220100%
26Red Cherry Hot544080%
27Rocoto Riesen401125%
28Scarlet Lantern Peru5352100%
29Serrano4341100%
30Snowwhite834150%
31Sweet chocolate2121100%
32Tazmanian Black2220100%
33Trinidad Perfume1110100%
34Vicentes Sweet Habanero2220100%
35Yellow Bumpy322067%
36Jamaican Hot Chocolate30000%
37CGN2220730000%
38Habanero brown30000%
39Brown egg30000%
40Aji Dulce Amarillo30000%
41Tango Light Orange211050%
42Feuerküsschen1110100%
43Explosive Ember312167%

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Friday, March 4th, 2011 Chilizucht No Comments

Gelbe Karte für Trauermücken

verbot Noch vor gut einer Woche ging es den Jungpflänzchen richtig gut. Und dann setzte ein Prozess ein, der mich etwa die Hälfte meiner Zucht gekostet hat. Nach dem Pikieren standen die Pflänzchen bei niedrigeren Temperaturen als im Gewächshaus. Wo im Gewächshaus noch an die 25 ° C herrschten, sind sie nun einer Tagestemperatur von etwa 17 °C und abends 20 °C ausgesetzt. Was ich dabei nicht bedacht hatte, war die Menge an Gießwasser der geänderten Temperatur anzupassen. Die Töpfe blieben daher sehr lange sehr feucht.

Genau das bot einem Feind der Chilis optimale Lebens- und Fortpflanzungsbedingungen: der Trauermücke. Die kleinen schwarzen Tiere flogen bald zu Hauf durch meine Zucht. Leider war ich mit dem Handeln zu zögerlich und so ließen die ersten Chilis bald die ersten Blätter hängen. Weitere folgten und gingen in kürzester Zeit komplett ein. Beim Enttopfen musste ich feststellen, dass an den Pflänzchen so gut wie keine Wurzeln mehr vorhanden waren. Genau davon ernähren sich nämlich die Larven der Trauermücken. Adulte Mücken leben nur etwa 8 Tage. Genug Zeit, für Nachkommen zu sorgen, indem sie ihre Eier in die feuchte Erde legen.

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Um den Rest meiner Zucht zu retten, habe ich mich im Baumarkt  großzügig mit Gelbtafeln ausgestattet. Der Fang konnte sich schon nach zwei Tagen sehen lassen.
Die Pflänzchen habe ich zudem zum Trocknen der Erde auf die Heizung geschickt und hinterher mit einem Mittelchen zur biologischen Bekämpfung der Larven gegossen. Das Mittelchen arbeitet mit dem Bakterium Bacillus thuringiensis israelensis (BTI), den die Larven fressen und welches für sie tödlich wirkt. Zusätzlich habe ich mir Nützlinge in einem sogenannten Trauermücken-PowerPack bestellt. Hierin enthalten sind Nematoden, kleine Fadenwürmer, die aktiv auf Larvenjagd der Trauermücke gehen und darüber hinaus Raubmilben, die für den langfristigen Schutz der Pflänzchen sorgen.

Die sicher sinnvollste Maßnahme aber war wohl das Pikieren in trockene neue Erde und Entfernen der alten Erde von den Wurzeln.

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Monday, February 14th, 2011 Chilizucht 1 Comment

Drumsticks vom T-Rex

drumsticks002a Um dem trostlosen Wetter zu trotzen, habe ich heute angegrillt. Es gab lecker Drumsticks vom T-Rex.  Das Rezept entstammt dem Grillsportverein und wurde von mir nur leicht verfeinert:

6 Putenunterkeulen (für 4 Personen)

Dry Rub

  • 3    EL Paprika edelsüß
  • 2    EL Rosenpaprika scharf
  • 1,5 EL weißer Pfeffer
  • 2    EL Selleriesalz
  • 1,5  El Knoblauchpulver
  • 1 El Cayennepfeffer
  • 1 EL Chilipulver
  • 1 EL Ingwer
  • 2 geh. EL brauner Zucker

Glasur

  • 4 Zehen Knoblauch
  • 3 Chilischoten (1 Habanero, 1 Cayenne, 1 Turuncu Spiral)
  • 3 EL brauner Zucker
  • 5 El Essig  (Chili- und Limettenessig)
  • Salz
  • Apfelsaft
  • Worcestersauce
  • Honig
  • 1 EL Barbecue-Sauce

Die Drumsticks habe ich am Vortag mit der Dry Rub gut massiert und im Kühlschrank gelagert.

drumsticks003 Für die Glasur habe ich die Chilis gemörsert und zusammen mit den anderen Zutaten im Kochtopf kurz aufgekocht. Mangels Smoker wurden die Drumsticks bei 160 °C im Kugelgrill indirekt gegrillt. Nach einer dreiviertel Stunde wurde das erste Mal glasiert, nach einer weiteren dreiviertel Stunde noch einmal.

Insgesamt waren die Drumsticks 2  1/2 Stunden auf den Grill. Für den besseren Geschmack habe ich zur Glut noch Buchenchips und Walnusschalen gegeben.  Das Fleisch war hinterher wunderbar zart und hatte einen typischen roten Rauchring. Lecker!

Als Beilage gab es Backkartoffeln, die in Alufolie gewickelt unter den Keulen indirekt gegrillt wurden. Die Kartoffeln brauchen allerdings noch deutlich länger zum Garen. Man sollte sie daher schon etwa eine Stunde vor den Keulen auf den Grill geben oder direkt in die Glut.

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Thursday, February 10th, 2011 Vom Grill No Comments

Erster Umzug der Chilis

regal001 Ich habe das verregnete Berliner Wetter am Wochenende mal genutzt, einige meiner Jungpflänzchen zu pikieren. Und da somit in den kleinen Gewächshäuschen nicht mehr genug Platz vorhanden ist, habe ich kurzerhand ein altes Holzregal umfunktioniert.

Oberstes Stockwerk:
Jungpflänzchen unter einer improvisierten Beleuchtung. Ich habe den Deckel des kleinen Gewächshauses mit Alufolie ausgekleidet, so dass die eingebauten LEDs einen größeren Lichtkegel erzeugen und das Licht besser gestreut wird. Den Deckel habe ich an die Latten des obersten Bodens gebunden.

Mittleres Stockwerk:
Hier wohnen die Nachzügler. Einige wenige Jungpflänzchen gesellen sich zu den Samen, die einfach noch nicht keimen wollen bzw. Keimlingen, die wirklich noch sehr klein sind. Hier ist auch noch eine Wärmematte in Aktion.

Unteres Stockwerk:
Weitere Jungpflänzchen. Hauptsächlich Jalapeños, die ich schon drei Wochen vor den restlichen Sorten eingepflanzt habe. Einige haben die Jalapeños allerdings fast schon wieder eingeholt. Die Jungpflänzchen stehen hier in einem kleinen Aquarium mit Alufolie und einer Leiste mit zwei LEDs, die darüber aufgehängt ist.

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Wednesday, February 9th, 2011 Chilizucht 1 Comment

Chilizucht 2011 – Es geht wieder los!

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Die Vorräte aus 2010 sind fast aufgegessen und es schmeckte nach mehr! Daher gibt es diese Saison: mehr Chilis, mehr Sorten, mehr Schärfe!

Am Anfang steht die Samenkiste… Seit September habe ich mich damit rumgeschlagen, welche Sorten in 2011 bei mir gedeihen dürfen. Letztes Jahr bin ich mit 7 Sorten in meine erste Saison gestartet, diesjahr sollten es nun ein “paar” mehr sein .
Ich habe mir während der Herbstmonate eine  kleine Datenbank mit den vorhandenen Chili-Samen angelegt und dachte mir, das wird schon ganz leicht werden. Eine schöne Auswahl hatte ich auch bald… aber da waren es dann auf einmal 50 Sorten… und dann gab es auch noch neue Sorten bei den einschlägigen Händlern.
Von da ging dann das Streichen aus der Liste und Vertagen der Sorten, die ich nicht unbedingt in 2011 brauche, los.

Schlussendlich habe ich mich jetzt für folgende Sorten in 2011 durchgerungen

In alphabetischer Reihenfolge:

  • 7-pot orange yellow
  • Black Habanero
  • Brazilian Starfish
  • Cabai Chili Tree
  • CGN21500
  • Citron
  • Cueño
  • Fatalii white
  • Golden Treasure
  • Gorria
  • Habanero
  • Habanero chocolate
  • Jalapeno
  • Jalapeño Conchos
  • Jalapeño Grande
  • Jalapeno TAM
  • Kleiner Kirschpaprika
  • Lemon drop
  • Malaysia Long Red
  • Maule’s Red Hot
  • Nocturne
  • Orange Lantern
  • Pasilla
  • Pimenta da Neyde
  • Piment de Piquillo
  • Red Cherry Hot
  • Rocoto Riesen
  • Scarlet Lantern Peru
  • Serrano
  • Snowwhite
  • Sweet chocolate
  • Tazmanian Black
  • Trinidad Perfume
  • Vicentes Sweet Habanero
  • Yellow Bumpy

zucht001 Die Jalapeños und Brazilian Starfish sind schon am 14.12. unter die Erde gekommen und gekeimt. Alle anderen habe ich am 04.01.2011 “begraben”.Um noch einen Überblick über die kleinen Töpfchen zu behalten, habe ich auf jeden eine Zahl geschrieben und im Belegungsplan festgehalten, in welcher Nummer welche Sorte steckt.  So kann ich ohne Probleme die Reihenfolge der Töpfchen ändern und brauche auch nicht darauf zu achten, dass die Schildchen durcheinander geraten (was in der letzten Saison natürlich passiert ist). Im Belegungsplan ist zudem dokumentiert, welche Nummern bereits gekeimt sind. Da gestern einige Sorten noch gar nicht gekeimt waren (Habanero black, Gorria, Yellow Bumpy, Nocturne), habe ich noch einmal Samen nachgesetzt. Ebenso bei denen, wo bislang nur ein Pflänzchen das Licht der Welt erblickt hat.

jg001 Bei den Jalapeños lag die Keimquote bei allen Sorten bei 100 %. Allerdings hatte ich den Kleinen die ersten zwei Wochen kein künstliches Licht gegönnt, sondern lediglich am Fenster an einer vermeindlich sonnigen Stelle stehen lassen. Bei den wenigen Sonnenstunden jedoch keine gute Idee. Im Gegensatz zu den restlichen Keimlingen, die gleich nach dem Rausgucken unter künstliches Licht kamen und sich bereits mit geringer Wuchshöhe die ersten Blattpaare bilden, spargeln die Jalapeños doch sehr. Sie sind inzwischen so hoch, dass sie in die kleinen Gewächshäuschen nicht mehr hinein passen und oben an die Beleuchtung stoßen und sich verbrennen. Daher habe ich sie nun wieder in das kleine Aquarium gestellt, in dem sie auch am Anfang standen. Das Becken ist mit Alufolie zur besseren Reflexion der LED-Beleuchtung von oben ausgekleidet. Je eine kaltweiße sowie eine warmweiße LED dienen hier als künstliche Sonne.

leuchthaus012011 leuchthaus003

Möglicherweise ist aber auch die Beleuchtung im Aquarium teil des “Spargel”-Problems, denn die Pflänzchen haben das in die Höhe Wachsen auch nicht eingestellt, nachdem sie unter die Beleuchtung kamen. Außerdem beträgt der Abstand vom Aquarienboden bis zur Beleuchtung etwa 20 cm, was möglicherweise zu viel ist, so dass sich die Chilis zu sehr strecken müssen.

gewaechshaeuser001 Die Pflänzchen dagegen, die in den kleinen Plastikgewächshäusern untergebracht sind, werden von je einer warmweißen sowie einer LED mit Outdoor-white bestrahlt. Hier spargelt bislang keine, sondern alle Pflänzchen wachsen schön flach und bilden fleißig die ersten Blattpaare aus. Die Kombination aus warmweiß und Outdoor-white (neutralweiß) scheinen die Chilis anscheinend zu bevorzugen. Die LEDs erzeugen zudem keine allzugroße Hitze und sind vor allem deutlich stromsparender als eine Leuchtstoffröhre. Sobald die Chilis pikiert werden und in größere Töpfe kommen, muss ich dann sehen, ob diese Beleuchtung noch ausreicht.

Besonders hübsch entwickelt sich bislang die Pimenta da Neyde, da sie mit ihrem violetten Stamm und den violetten Adern in den Blättern deutlich von den anderen zu unterscheiden ist. Sorgenkind ist dagegen meine überwinterte Habanero. Sie treibt zwar wieder wunderbar aus, allerdings hat anscheinend auch eine Horde Blattläuse überwintert und macht sich nun über die paar frischen Blättchen her…

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Monday, January 31st, 2011 Chilizucht 2 Comments